Michael Finkenthei


Michael Finkenthei

Dorfstraße 13
D-19217 Thandorf

Tel.: +49 38875 20693
Fax: +49 38875 20694

 

 

English * Deutsch

 

Lesenswertes


Weitersagen:


 

Valid XHTML 1.0!

tips for reading

29.10.07 20:42

Von: Michael Finkenthei

Wie man im Internet gefunden wird


In den letzten Tagen gab es wieder einmal viel Aufregung um Google: Die Page Ranks für die meisten Internetseiten wurden neu errechnet. Sie haben noch nie von Page Ranks gehört? Machen Sie sich nichts daraus. So wichtig ist das nicht, und eine gute Webseite kann man auch betreiben, ohne von Page Ranks je gehört zu haben. Sogar professionelle "Suchmaschinenoptimierer" kommen langsam dahinter - jedenfalls, wenn man dem Jammern und Weinen aus diesen Kreisen glauben darf.

Der Page Rank eines Internet-Auftrittes ist der Ausdruck dafür, was Google meint, wie wichtig die Seite sein könnte. Das Konzept ist die Grundlage, nach der Suchergebnisse auf Google gelistet werden, und es ist ziemlich gut dokumentiert. Für die Gründer von Google, Sergej Brin und Larry Page, war dieser Algorithmus die Grundlage, um Google überhaupt ins Leben zu rufen. Da sie den  Algorithmus während ihrer Studienzeit in Stanford entwickelt haben, gehört das Patent dazu übrigens bis heute der dortigen Universität.

Die eigentliche Idee dahinter ist, dass interessante Inhalte dazu führen, dass andere auf diese Inhalte verweisen - mit entsprechenden Links im Web. Wenn also viele Links auf eine Webseite zeigen, könnte diese Seite relevanter sein als andere, vorausgesetzt sie enthält das Suchwort, das gerade jemand eingegeben hat. Google hält Links also für eine Art von  Empfehlungen. Und je mehr Empfehlungen eine Seite aufweisen kann, desto interessanter mag sie ja sein. Vor allem, wenn sich die Empfehlungen tatsächlich auf Inhalte beziehen.

Andererseits gibt es ja immer schlaue Menschen, die meinen, daraus Vorteile ziehen zu können - nach dem Motto, "empfiehlst Du mich, empfehl ich Dich - egal wen es interessiert". Ein netter Nebeneffekt dieser "Suchmaschinenoptimierer" ist, dass manche Suchergebnisse bei Google erst auf der 5. Seite wirklich interessante Links enthalten. Haben Sie schon einmal nach dem Handbuch zu einem Produkt gesucht, das es natürlich auch im Internet zu kaufen gibt? Um mit diesem Unfug aufzuhören, hat Google gerade die Page Ranks überarbeitet. Daher der Radau.

Dabei geht es um Inhalte - und dann erst um die Links!

So, nun haben Sie also eine Webseite, und möchten gerne Ihre Kunden damit ansprechen - aber keiner schaut drauf? Also fragen Sie sich, was ein hoher Page Rank Ihnen bringt, und wie Sie den bekommen?

Ganz einfach: schreiben Sie auf Ihrer Webseite, was Sie zu sagen haben, bieten Sie an, was sie verkaufen möchten, und überzeugen Sie mit Ihren Aussagen. Dann werden Sie empfohlen, ohne das Sie sich darum großartig kümmern müssen. Sind Sie ein Tischler, dann erzählen Sie, wie Sie sich den perfekten Tisch vorstellen, woraus er sein sollte, und wie er gemacht wird - und was er bei Ihnen kostet und weshalb nicht mehr. Vielleicht erzählen Sie  auch etwas über Holzarten und ihre Eigenschaften, und warum der Tisch aus Ahorn sein solte oder aus Eiche, und nicht aus Fichte oder was auch immer. Fragen Sie Ihre Kunden, was die sich unter (und auf) einem Tisch so vorstellen, und fördern Sie offene Diskussionen in Ihrem Forum. Sie sehen, aus jedem Thema lässt sich etwas machen. Ein guter Webdesigner bringt Sie dazu, nachzudenken. Das ist sein Job. Dann gibt es mit der Zeit immer mehr Leute, die auf ihren Seiten auf Ihren Webauftritt verweisen, und das bewirkt einen guten Page Rank.

Damit haben Sie reichlich Arbeit, und das Ergebnis sehen Sie sicher nicht gleich morgen früh. Aber dass es nicht ausreicht, einfach eine Visitenkarte mit Telefonnummer ins Internet zu stellen, haben Sie ja schon herausgefunden. Ein guter Webdesigner nimmt Ihnen jedoch den größten Teil der Arbeit ab - das eigentliche Texten, was schwieriger ist als das Design. Dabei achtet er darauf, dass in den Texten die Worte zu finden sind, anhand derer Sie gefunden werden.

Merken Sie etwas? Das Internet basiert noch immer auf Texten. Bilder sagen zwar mehr als 1000 Worte, aber nur, wenn sie auch gesehen werden. Und dafür sorgen Beschreibungen, die auch Suchmaschinen verstehen. Auch dies sind Texte, und  nur ein Teil eines guten Webdesigns. Gut aussehen und übersichtlich sein sollte Ihr Internet-Auftritt gerne ausserdem.

Übrigens hat Google recht klare Grundsätze dazu, wie eine gut gemachte Webseite aussehen sollte. Und die gelten genauso bei Yahoo, LiveSearch von Microsoft und jeder anderen Suchmaschine, die etwas auf sich hält.

Ihr Pech, wenn Sie sich jetzt drei einfache Regeln erhofft haben. Wer Ihnen Umsatz aus der Tüte verspricht, der will in erster Linie eines: Ihr Geld. Und das geben Sie lieber einem Webdesigner, der sich auskennt mit dem, was er macht.

Andererseits: sollten Sie zu den Webmeistern gehören, denen es darum geht, schnell viel Geld im Internet zu verdienen? Sie haben gerade herausgefunden, dass es nicht wirklich etwas bringt, Millionen Menschen E-Mails zu schicken, mit denen die Broschüre  "wie man ganz schnell reich wird im Internet" angepriesen wird? Herzlichen Gückwunsch, das war schon mal nicht schlecht. Tausende Leute sind sauer auf Sie, in einigen Ländern (ja, auch in Deutschland) haben Sie gegen geltendes Recht verstossen, und wahrscheinlich bekommen Sie bald Besuch vom Staatsanwalt. Da bietet es sich natürlich an, noch etwas von Ihrem Fachwissen zu verkaufen: vermitteln Sie Links zwischen konkurrierenden Webseiten, "optimieren" Sie die mit vielen teuren Ratschlägen, und erzählen Sie jedem, wie wichtig ein hoher Page Rank für eine aufstrebende Webseite ist. Beobachten Sie die Page Ranking Listen Ihrer Kunden und Konkurrenten - auch das macht viel Arbeit und hält Sie von viel sinnvolleren Tätigkeiten ab, wie zum Beispiel der Suche nach geeigneten Wohnorten im zentralasiatischen Ausland.

Sollten Sie je von der Marketingregel hören, die da sagt, "man soll seine Kundschaft nicht verärgern" - schnell ein Popup drüber programmieren lassen! Merkt schon keiner, vor allem, wenn das Popup auch noch blinkt. Dabei ist gerade diese Regel ganz wichtig für Sie: hier liegt immerhin der Grund dafür, warum Leute wie Sie auf lange Sicht nicht wirklich viel Geld verdienen im Internet - wenn überhaupt.


Anzeige: 1 - 1 von 1.
 

Michael Finkenthei aus Thandorf

E-Mail  /  Website

Dienstag, 18-12-07 14:45

auch ganz interessant, um zum Thema zu werden: openPR. Beispiel: http://openpr.de/news/178290/Die-Trendthemen-im-Ostsee-Tourismus-2007.html

 
 

Möchten auch Sie einen Kommentar hinterlassen?

Bitte beachten Sie dabei auch das Impressum dieser Seiten - schon aus rechtlichen Gründen...

Hier können Sie Ihre Gedanken veröffentlichen  

CAPTCHA Bild zum Spamschutz